#254: „Eigentlich wollte ich nie Fotografin werden“

Shownotes

Vom Bodypainting zur Fotografie — Anna-Lenas kreative Reise

Manchmal beginnt alles mit einem einzigen Satz.

Bei Anna-Lena war es: „Du kannst doch malen. Dann kannst du auch auf Haut malen.“

Links aus der Folge

→ Anna-Lena / Stachellyart

zur Fotografenschmiede Was damals im Theater mit einem Pinsel begann, entwickelte sich über Jahre zu einer ganz eigenen kreativen Welt zwischen Kunst, Bodypainting und schließlich Fotografie.

In dieser Folge erzähle ich Anna-Lenas Geschichte:

  • wie sie über Umwege zur Kamera fand
  • warum sie sich lange nicht als Fotografin gesehen hat
  • wie Ablehnung an der Kunsthochschule sie geprägt hat
  • weshalb kreative Zweifel oft lange bleiben
  • warum die richtigen Menschen im Umfeld so entscheidend sind
  • und wie sie gelernt hat, ihren eigenen Blick sichtbar zu machen

Eine ehrliche, kreative und sehr persönliche Folge über Kunst, Selbstständigkeit, Unsicherheit und den Mut, trotzdem weiterzugehen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Dies ist eine Geschichte darüber, wie Umweger Türen öffnen können die man nie erwartet hätte.

00:00:07: Und die Geschichte handelt von Analena.

00:00:09: Analena ist nämlich nicht den klassischen Weg zur Fotografie gegangen.

00:00:13: sie kam über die Malerei, entdeckte das Bodypainting und von dort führte der Zufall sie Schritt für Schritt zur Kamera.

00:00:22: Doch es ist gerade dieser ungewöhnliche Weg, der ihre Arbeit heute so besonders macht.

00:00:28: Also schnappt ihr gerne einen Kaffee, so wie ich hier neben mir schon zu stehen habe und viel Spaß mit der Geschichte.

00:00:36: Willkommen bei Fotografen Schmiedestories – dem Podcast für ehrliche Gespräche rund um Photobusiness, Fotografie und das echte Leben dazwischen!

00:00:45: Für Frauen die sich ein Business aufbauen möchten dass sie ihrem Leben passt.

00:00:49: also schnappt ihr gerne ein Kaffe und setzt dich zu mehr.

00:00:52: dann reden wir über Sichtbarkeit Selbstzweifel erste Kundinnen Familie, Selbstständigkeit und all die Dinge über die sonst oft niemand spricht.

00:01:00: Nicht perfekt nicht höher schneller weiter sondern ehrlich!

00:01:04: Ich bin Tina und ich freue mich dass du da bist.

00:01:07: Kapitel eins Anfang Sie starte auf den Pinseln in ihrer Hand als hätte sie so etwas noch nie gesehen.

00:01:15: Das Holz lag schwerer an ihre Hand als es eigentlich sein konnte.

00:01:19: Die Borsten wirkten fremd bei einer bedrohlich Haut bemalen.

00:01:24: Sie spürte wie ihr Herz schneller schlug während in ihrem Kopf tausend Fragen kreisten, wie soll das gehen?

00:01:30: Was ist wenn ich das vermassle.

00:01:32: Sie war siebzehn vielleicht auch achtzehn Jahre alt als sie genau in diesem Moment stand.

00:01:38: Eigentlich war sie ja nur Mitglied im Jugendclub des Landestheaters wollte Theater spielen Geschichten erzählen und andere Rollen schlüpfen.

00:01:47: Doch an diesem Tag war plötzlich alles anders.

00:01:50: Die Regisseurin hatte die Hände in die Hüften gestützt sie kurz gemustert und entschieden Du kannst doch malen Dann kannst du auch auf Haut malen.

00:01:59: Und ehe Annalena protestieren konnte, drückte sie ihr den Pinsel in die Hand.

00:02:05: Um sie herum herrschte das Übliche durcheinander einer Probe.

00:02:09: Rekvisiten wurden über die Bühne getragen, Hexpassagen halb laut geübt.

00:02:14: Jemand versuchte ein Stück Stoffe über eine Kulisse zu spannen doch für Analena schien all das in den Hintergrund zurück.

00:02:21: Sie stand da mit dem Pinsel und fühlte sich plötzlich ganz allein mit dieser Aufgabe, die eigentlich so simpel klang.

00:02:30: Und doch alles veränderte.

00:02:33: Ein Zögern, ein Einatmen – dann setzte sie an!

00:02:37: Der erste Strich war zitternd fast unsicher.

00:02:40: Doch kaum war er da, folgte der Zweite oder der Dritte.

00:02:43: Mit jedem Strich wurde ihr klarer.

00:02:46: Es war gar nicht so anders.

00:02:48: Ja… Die Oberfläche war lebendig.

00:02:50: Sie bewegte sich, zog sie zusammen, dehnte sich wenn die Darstellerin lachte oder tief einatmete.

00:02:56: Aber die Linien, die Muster das Gefühl für Form und Symmetrie – all das war vertraut!

00:03:03: Es dauerte nicht lange bis sie im Fluss war.

00:03:05: Ihre Hand bewegte sich schneller und sicherer Die Zuschauerstühle im Hintergrund verschwammen die Geräusche der Probe wurden dumpf.

00:03:13: Sie hörte nur noch das sanfte Gleiten der Borsten auf der Haut Und spürte wie sich ihr innerer Widerstand auflöste.

00:03:21: Die Haut wurde zu ihrer Leinwand, die Arme der Schauspielerin zu einem lebendigen Kunstwerk.

00:03:28: Als sie einen Schritt zurücktratt war sie überrascht nicht nur über das Ergebnis sondern über sich selbst.

00:03:33: Sie hätte schwören können dass sie das niemals gekonnt hätte doch da wars ein Muster das so selbstverständlich aus ihr geflossen war als hätte sie nie etwas anderes getan.

00:03:46: Von diesem Tag an war sie verantwortlich für die Bemalung des Stücks.

00:03:50: Zwei Spielzeiten lang malte sie Abend für Abend auf Haut.

00:03:53: Dies Linien entstehen, die sich mit den Bewegungen der Darsteller veränderten – wie im Scheinwerferlicht lebten.

00:04:00: Und jedes Mal wenn Sie den Pinsel in die Hand nahm, dachte sie an diesen ersten Moment zurück, an das Zögern, das Zittern und an die Erkenntnis.

00:04:08: ich kann das!

00:04:09: Ich kann malen, egal auf welcher Leinwand.

00:04:13: Damals ahnte sie nicht, wie sehr dieses zufällige Du machst es jetzt?

00:04:18: Ihr Leben verändern

00:04:19: würde.".

00:04:20: Für sie war es zunächst nur eine Aufgabe im Theater, ein Experiment.

00:04:24: Doch rückblickend war's der Anfang von allem – Der Moment in dem sich aus Unsicherheit Leidenschaft formte.

00:04:32: Der erste Strich auf einer Haut, der Sie auf einen Weg brachte, der viel größer werden würde als sie es jemals vorstellen konnte.

00:04:42: Kapitel II Leinwand.

00:04:47: Aus dem Zufall auf der Theaterbühne wurde bald mehr denn das Malen auf Haut ließ sie nicht mehr los.

00:04:52: Es war, als hätte sie plötzlich eine neue Sprache entdeckt.

00:04:56: Eine Sprache die ohne Worte auskam und doch Geschichten erzählte.

00:05:00: Jede Linie jedes Muster schien sich zu bewegen sobald er körtbar atmete oder tanzte.

00:05:06: Die zwei Make-up Kurse, die Sie damals absolvieren durfte waren eigentlich nur als kleiner Ausgleich gedacht – doch für Annalena wurden sie zum Sprungbrett!

00:05:15: Sie lernte wie sich Farben auf der Haut verhalten, wie man Licht und Schatten nutzt, wie Man Details betont.

00:05:22: Schnell begriff sie, haut ist gar keine neutrale Leinwand.

00:05:25: Sie trägt Spuren von Leben, Narben, Muttermahle und Unebenheiten.

00:05:31: Jede Bemalung war dadurch einzigartig, lebendig, vergänglich und voller Bedeutung.

00:05:38: Mit der Zeit merkte sie dass nicht andere ihr sagten sie könne Körper bemahlen, sie selbst wollte mehr Raum.

00:05:45: Die Leinwahn fühlte sich plötzlich klein an so klein und zu still.

00:05:50: Körper dagegen Atmeten erzählen, verändern das Bild mit jeder Bewegung.

00:05:56: Bodypainting wurde so zu ihrer Art des Selbstausdruckes damals wie heute.

00:06:02: Bald wagte sie sich an erste eigene Projekte.

00:06:06: Einmal wollte eine Freundin Flügel auf den Rücken bekommen – ein leuchtendes Bild, dass die ganze Schulterpartie einrahmen sollte.

00:06:14: doch dann entdeckte Annalena das frische Tattoo, das ihre Freundin sich hatte stechen lassen!

00:06:19: Es geht nicht, ich kann doch nicht auf verletzte Haut malen, dachte sie.

00:06:23: Aber malen wollte sich jetzt schon!

00:06:26: Also suchte sie sich ein neues Modell und fand es über Umwege in einer Mode-Boutique, in der sie damals droppte.

00:06:33: Die Boutique kannte viele Models und plötzlich öffnete für Sie eine ganz neue Tür – Menschen die nicht nur bereit waren bemalt zu werden sondern auch das Besondere in ihrer Kunst erkannten.

00:06:46: Und irgendwann stand da ein Fotograf.

00:06:49: Er sah hier bei der Arbeit zu, wie sie konzentriert Linien zog.

00:06:52: Schattierungen setzte, Muster entstehen ließ.

00:06:56: Was machst du da?

00:06:56: fragt er neugering.

00:06:58: Das musst Du unbedingt festhalten!

00:07:00: das ist viel zu schade um es direkt wieder abzuwaschen.

00:07:04: Bei Anna Lena war das fast einen Schock.

00:07:07: Sie selbst hatte nie daran gedacht ihre Arbeit fotografisch zu dokumentieren.

00:07:11: Ihre Kunst war vergänglich geschaffen für den Moment Für den Auftritt, für das Licht auf der Bühne.

00:07:18: Doch nun, da jemand anderes es aussprach, begann sie nachzudenken.

00:07:22: Und tatsächlich!

00:07:24: Sie ließ ihre Werke von anderen Fotografen festhalten.

00:07:28: Die Ergebnisse waren oft beeindruckend und doch nie ganz so wie sie's sich vorgestellt hatte.

00:07:35: Sie blätterte durch die Bilder sah die sorgfältig gemahlten Muster, wie sie Stunden gekostet hatten.

00:07:41: Und trotzdem fehlte etwas – das war als würde ein kleiner Funke verloren gehen, sobald jemand Anderes durch den Sucher blickte.

00:07:48: Sie sagte nie etwas, machte niemandem einen Vorwurf.

00:07:52: Im Gegenteil sie war dankbar dass ihr überhaupt jemand ihre Kunst einfing.

00:07:56: Aber tief in ihr blieb die stille Sehnsucht – ich wünschte man könnte es so sehen wie ich es

00:08:02: sehe.".

00:08:04: Das Bodypainting wurde in dieser Zeit ihr zweites Standbein.

00:08:08: Sie malte auf Festivals vor der Geruch von verbranntem Holz und der Luft hing und die Musik von der Bühne dröhnete während sie im Zelt Muster auf Haut zahmerte.

00:08:18: Menschen kamen neugierig vorbei, lieben stehen, schauten ihr über die Schulter und stellten Fragen.

00:08:24: Für viele war es faszinierend, live zu erleben wie sich ein Körper an eine Leinwand verwandelte.

00:08:31: Für sie selbst war es jedes Mal ein kleiner Rausch, wie sein Mix aus Farbe haut und der Energie des Momentes.

00:08:39: Sie schuf Räume für ihre Kunst – zuerst in ihrem eigenen Wohnzimmer dass sie kurzerhand zum Studio erklärte.

00:08:46: Weiße lagen über den Möbeln Ein provisorischer Hintergrund, Licht das aus einer Lampe kam die sie sich leisten konnte.

00:08:54: Später dann in Frankfurt in einem winzigen Raum, elf Quadratmeter, kaum größer als eine Abstellkammer gerade genug Platz für ein paar Hintergründer, eine Lampe und den Körper der bemalt werden sollte.

00:09:07: Wenn Sie die Tür hinter sich schloss fühlt es sich trotzdem immer an wie eine ganze Welt.

00:09:13: Irgendwann brauchte diese Welt auch einen Namen – und der kam aus ihrer Kindheit!

00:09:19: Stacheli, ihr kleines Kruscheltier das sie überall hin begleitete und Art weil es immer um Kunst gehen sollte.

00:09:27: Und so wurde aus einer Idee Stachelii-Art eine Marke die bis heute ihr Herzstück geblieben ist.

00:09:34: Damals war sie noch überzeugt ihre Kunst lag im Malen.

00:09:38: Die Fotografie war für andere.

00:09:41: Sie selbst kaufte zwar das Studio Equipment Hintergründe Blitzekameras aber nur um es den Fotografen bereitzustellen, die ihre Arbeit dokumentierten.

00:09:50: Denn für sie war klar ich will malen nicht fotografieren.

00:09:54: Heute klingt das fast ironisch doch damals war's der nächste logische Schritt!

00:09:59: Sie war Künstlerin, Bodypainterin.

00:10:02: Fotografie spielte normaler Rande eine Rolle und doch lauerte genau dort unscheinbar und unbeachtet.

00:10:09: der nächste große Wendepunkt Kapitel drei Funke.

00:10:18: Es war eine dieser Unterhaltungen, die eigentlich beiläufig beginnen und dann alles verändern.

00:10:25: Anna-Lena saß mit ihrer Freundin zusammen – selbst Fotografin – allerdings in einem ganz anderen Bereich.

00:10:31: Die beiden kannten sich seit Jahren, tauschen sich oft aus.

00:10:35: Doch an diesem Nachmittag legte die Freundin den Kopf schief, musterte sie und stellte plötzlich eine Frage, die Anna-Leena ein bisschen aus dem Gleichgewicht brachte.

00:10:44: Sag mal!

00:10:45: Warum fotografierst du nicht eigentlich selbst?

00:10:49: Anna-Lena blinzelte irritiert.

00:10:51: Bitte was?

00:10:52: Naja, dich nervt es doch ständig!

00:10:54: Die Fotografen kommen zu spät – sie machen nicht die Bilder, die du dir wünschst und du wartest dann wochenlang auf die Ergebnisse.

00:11:02: Warum also nicht selbst die Kamera in die Hand

00:11:04: nehmen?!

00:11:06: Anna-lena lachte laut auf ein kurzes unglaubiges Lachen das sofort im Kopf schütteln überging.

00:11:11: Du tigst auch nicht richtig.

00:11:13: Ich fotografieren ich male ich bin Body Painterin.

00:11:17: Ich kann doch jetzt nicht noch anfangen zu fotografieren.

00:11:21: Doch die Frage ließ sie nicht los, sie versuchte das Gespräch beiseitezuschieben aber in ihrem Kopf begann etwas zu arbeiten.

00:11:29: am Anfang wehrte sie sich noch.

00:11:31: ich kann das nicht ich will das nicht ich male doch aber je länger sie darüber nachdachte dass so weniger sicher war sie Sie probierte es.

00:11:40: fast trotzig stand mit einer Polaroid Kamera daneben Während ein Fotograf ihre Arbeit ablichtete und knipste ein paar Schnapschüsse.

00:11:49: Die Bilder waren nichts Besonderes, und trotzdem lag in ihnen etwas das sie nicht erklären konnte.

00:11:55: Es war nicht das große Bild, nicht das perfekte Licht aber es war ihr Blick.

00:12:01: Und dann kam Corona.

00:12:03: Wird sich stand alles still Keine Festivals keine Aufträge kein Bodypainting Stattdessen Zeit viel zu viel Zeit.

00:12:13: Sie studierte noch Doch die Uni machte ebenfalls Pause.

00:12:16: Sie saß da ohne Projekte, ohne Termine und merkte wie die lange Weile sich in ihr ausbreitete.

00:12:23: Doch Langeweiler, das stellte sie schnell fest ist gar kein Feind – es is der beste Inspirationsgeber den es gibt!

00:12:31: Also griff sie zur Kamera, pass aus einer Laune heraus und je länger sie sie in den Händen hielt, desto weniger fühlt er sich wie Zufall an.

00:12:42: Ihre Freundin erklärt dir die Technik.

00:12:44: Am Anfang fotografierte sie noch im Automatikmodus, drückte einfach ab ohne groß zu überlegen.

00:12:50: Doch je mehr sie verstand, desto mehr wuchs in ihr eine neue Art von Leidenschaft!

00:12:55: Sie trete an den Rädchen, probierte Blende und Belichtungszeit, experimentierte mit Licht und Schatten – und plötzlich war es da dieses Kribbeln das sie sonst nur beim Malen spürte.

00:13:08: Das ist ja verrückt, dachte sie.

00:13:10: Eigentlich wollte ich meine Kunst nur dokumentieren Erleb ich mich in die Kamera.

00:13:16: Es war ein Anfang, klein und unscheinbar Doch mit jedem Klick rückte die Frage ihrer Freunde näher Warum eigentlich nicht selbst fotografieren?

00:13:32: Annalena begann weiter mit den Einstellungen zu experimentieren, prierte vorsichtig am Rad, sah wie sich das Licht veränderte Wie Schatten tiefer oder weicher wurden Und dann dieses leise Klicken des Auslösers.

00:13:44: Es war vertraut und neu zugleich wie ein Herzschlag, wenn nicht ihrer war.

00:13:49: Sondern der der Kamera.

00:13:52: Bald erwischte sie sich dabei, wie sie kleine Stillleben aufbaute – eine Tasse auf dem Küchentisch, das Fensterlicht am Morgen die Spiegelung in einer Vase.

00:14:01: Sie legte sich auf den Boden, kroch näher heran, stellte den Fokus ein und drückte ab immer und immer wieder.

00:14:08: Sie machte erste Porträt von Freunden, die vorbeikam Komm, stelle dich mal kurz ans Fenster", sagte sie lachen, während draußen die Sonne unterging.

00:14:17: Fingen Sie das warme Licht ein, dass sie über die Gesichter glitt?

00:14:21: Anfangs waren es nur spontane Versuche doch als sie die Bilder später auf dem Bildschirm sah spürte sie dieses Kribbeln.

00:14:29: Es war also als würde sie durch ihre Kamera endlich die Welt so sehen wie sie sie innerlich schon immer gespürt hatte.

00:14:37: Corona das für viele Stillstand bedeutete schenkte ihr dafür Zeit.

00:14:42: Die Uni hatte Pause, Projekte fielen weg.

00:14:45: Langeweile hat er sich ausgebreitet und genau darin lag der Schlüssel.

00:14:50: Aus dem Nichts füllte sie ihre Tage mit Shootings, mit Experimenten, mit neuen Ideen.

00:14:55: Ging im Park spazieren, fotografierte Regentropfen auf Blättern, die Muster von Wolken am Himmel, das Spiel von Licht- und Schatten auf der Hauswand.

00:15:04: Manchmal saß sie bis spät in den Nacht auf dem Boden ihres Zimmers, die Kamera auf den Knien.

00:15:10: vor ihr lagen Bilder ausgedruckt Umgeben von Cafetassen und Farbtuben, die noch vor der letzten Mahlsession übrig waren.

00:15:18: Es war eine chaotische Mischung aus ihrer alten und ihrer neuen Welt – und doch fühlt es sich genau richtig an!

00:15:27: Immer öfter dachte sie zurück an ihre Bodypainting-Projekte, an die Fotos, die andere von ihrer Kunst gemacht hatten.

00:15:34: Und sie wusste jetzt, was ihr damals immer gefehlt hatte?

00:15:38: Das war nicht die Technik, nicht die Schärfe oder die Bearbeitung, das war der Blick.

00:15:42: Ihr Blick Niemand, sonst konnte sehen was sie sah wenn sie malte.

00:15:48: Die Linien die sich mit dem Atem bewegten das Muster dass im Licht lebte aber mit der Kamera konnte sie es endlich selbst zeigen.

00:15:59: aus einem Zeitvertreib war längst mehr geworden ein neues Standbein eine neue Leidenschaft vielleicht sogar die Liebe nach der Sie unbewusst gesucht hatte.

00:16:09: und zum ersten Mal kam mir der Gedanke Vielleicht bin ich nicht normaler und vielleicht bin auch Fotografin.

00:16:17: Es viel später sollte ihr klar werden, was für ein Geschenk dieser Gedanke war – dass Fotografie nicht nur ein Werkzeug zum Dokumentieren war sondern einen Sprungbrett gerade für alle die kreativ sind, die sich austoben wollen.

00:16:32: All die Kunst, die in ihr steckte konnte sie jetzt rauslassen im Styling ihrer Shootings in der Bearbeitung der Bilder in jedem kleinen Detail.

00:16:41: Vielleicht war es genau das, was sie damals an den Fotografien anderer so vermisst hatte.

00:16:48: Dieser Funke, der sich nicht erklären ließ – sondern nur aus ihr selbst kommen konnte!

00:16:54: Doch bevor sie das wirklich begreifen konnte, sollte sie noch einmal zurückgeworfen werden wie nein in alte Zweifel die schon Jahre vorher begonnen hatten.

00:17:07: Kapitel V Bruch.

00:17:10: Es gibt Momente, die schneiden sich tiefer ein als andere.

00:17:14: Für Annalena war es der Tag, an dem sie ihre Mappe an der Kunsthochschule einreichte.

00:17:19: Wochenlang hatte sie gearbeitet, hatte Blätter gefüllt, Skizzen gesammelt, ihre besten Arbeiten ausgewählt – Sie waren nervös aber auch volle Hoffnung!

00:17:29: Vielleicht war das der Anfang?

00:17:32: Vielleicht würden sie in ihr sehen was sie selbst längst spürte dass sie eine Künstlerin war.

00:17:38: Der Raum war stickig.

00:17:40: nach Farbe und Papierrochen ist die Luft schwer von Erwartungen Und Annalena saß auf einem wackeligen Stuhl, ihre Mappe mit den Zeichnungen fest auf ihrem Schoß.

00:17:50: Vor ihr blätterte der Professor eine große kantige Brille auf der Nase die so exzentrisch wirkte wie ein Kunstwerk für sich.

00:17:59: Er war bekannter dafür abstrakte Konzepte zu lieben – Brüche, Theorien das Bewusste nicht verstehen!

00:18:06: Mit den detaillreichen erzählerischen Arbeiten, die Analena eingereicht hatte, konnte er wenig anfangen.

00:18:13: Er schlug die Blette auf.

00:18:14: kaum länger als ein Atemzug pro Seite, kein Innerhalten.

00:18:18: Kein anerkendes Nicken nur einen Stirnrunzeln und leises Schnauben.

00:18:23: Schließlich lebte er die Mappe vor sich auf den Tisch – als sei sie Ballast!

00:18:28: Das ist nichts, sagte er.

00:18:30: Drei kleine Worte und doch schwerer als alles was sie je gehört hatte.

00:18:35: Neben ihr tuschelten andere Bewerber, schauten auf ihre eigenen Mappen, als hätten Sie gar nicht mitbekommen, was passiert war.

00:18:42: Doch für Anna-Lena war die Welt in diesem Moment Stil, sehr still.

00:18:48: Sie führte wie ihre Hände feucht wurden ihr Herz raster.

00:18:52: Am liebsten wäre sie aufgestanden hätte geschrien das er unrecht hatte.

00:18:57: Stattdessen nickte sie stumm stand auf und tug die Mappe hinaus.

00:19:01: schwerer als je zuvor.

00:19:04: Im Zug nach Hause klammerte sie sich an sie Als könnte sie das gesagte damit ungeschehen machen.

00:19:10: Pränen liefen ihr über das Gesicht.

00:19:13: Sie starten ins spiegelne Fenster.

00:19:15: Vielleicht haben sie recht, vielleicht ist das wirklich nichts.

00:19:19: Vielleicht bin ich ja nicht gut

00:19:20: genug.".

00:19:21: Zu Hause legte sie die Mappe auf den Tisch doch sie traute sich kaum sie zu öffnen.

00:19:27: Stattdessen stellte sie eine Tasse Tee.

00:19:29: daneben ging im Zimmer auf und ab und fragte sich wie man mit so wenigen Worten so viel zerstören konnte.

00:19:36: Niemandem erzählte sie ganze Wahrheit nur dass es nicht geklappt hatte denn Schmerz behielt sie für sich.

00:19:43: Wochen lang wagte sie kaum einen Pinsel in die Hand zu nehmen.

00:19:47: Stattdessen schrieb sie sich für Kunstgeschichte ein, sicherer, vernünftiger.

00:19:51: Analysieren statt erschaffen Beobachten statt gestalten.

00:19:56: Und doch die Worte des Professors verschwanden nicht.

00:20:00: Sie schwirrten wie einen Echo durch.

00:20:01: die Jahre Tauchten plötzlich wieder auf Manchmal im Alltag, manchmal in Gesprächen.

00:20:08: Etwa wenn ihre Tante beim Familiencafé zwischen Torte und Smalltalk den Kopf schief legte und fragte Hast du denn inzwischen eigentlich mal einen richtigen Job?

00:20:18: Alle lachten.

00:20:19: Sie lachte mit, ein wenig zu laut, während sie innerlich schluckte oder wenn Freunde beiläufig fragten, wann zieht ihr eigentlich endlich mal in ein größeres Haus?

00:20:29: Als wäre Erfolg erst dann real, wenn er im Quadratmetern messbar wäre.

00:20:35: Jedes Mal füllte es sich an als würden kleine Splitter diese alte Szene zurückkehren lassen – nicht mehr so laut wie damals aber scharf genug um sich zu verletzen.

00:20:46: Doch eines hatte Annalena mit der Zeit verstanden Der Professor war nie der Maßstab.

00:20:52: Er war einfach nicht der richtige Mensch für ihre Kunst, und das war vielleicht das Traurigste – dass er in seiner Rolle als Lehrer neutraler hätte sein sollen.

00:21:02: Aber so ist es in der Kunst!

00:21:04: Nicht jeder wird verstehen was man schafft.

00:21:06: Nicht jeder muss es verstehen.

00:21:09: Genau das wurde später einer ihrer größten Lektionen.

00:21:13: Es kommt darauf an sich mit den richtigen Menschen zu umgeben die, Die, die die Funken sehen, wo andere achtlos die Seiten umblättern.

00:21:24: Und die anderen, die darf man ziehen lassen.

00:21:28: Denn immer wenn sie kurz davor stand sich mit den falschen Stimmen entmutigen zu lassen erinnerte sie sich an den Klang des Auslösers und die Freude, die sie spürte, wenn ein Bild so wurde wie sie es in ihrem Kopf gesehen hatte.

00:21:42: Das war ihr Gegenbeweis – Ihr eigenes Stück Wahrheit.

00:21:47: Vielleicht war das die wichtigste Lektion.

00:21:49: Zweifel verschwinden nicht einfach.

00:21:51: Sie bleiben, aber sie dürfen nicht bestimmen.

00:21:57: Kapitel sechs – Halt!

00:22:01: So sehr sie Ablehnung erfahren hatte es gab auch andere Stimmen die, die sie auffingen wenn sie fast den Mut verlor allen voran Benni ihr Partner Ihr Anker ihr größter Fan.

00:22:12: Wenn sie auf Festivals bemalte stand er nicht nur daneben sondern packt er mit an.

00:22:17: Er baute Zelte auf schleppte Farben organisierte Getränke Und manchmal ließ er sich auch selbst bemalen, stand lachend in mitten der Menge während leuchtende Muster sein Rücken bedecken.

00:22:30: Mach einfach sagt er dann ich bin da und er war da

00:22:34: immer.".

00:22:35: Auf Veranstaltung war das Gold wert.

00:22:38: Anna-Lena ist nicht die lauteste.

00:22:40: Smalltalk fällt ihr nicht immer leicht aber ihre Freundin sind es und Benni sowieso.

00:22:45: Sie gingen auf Menschen zu kam ins Gespräch zogen sie an den Stand bis die Neugier den Rest tat.

00:22:51: So entstand näher, oft bevor die ersten Linien gemalt oder das erste Foto gemacht war.

00:22:58: Auch ihre Eltern gaben ihr Halt.

00:23:00: Beide hatten früher selbst ein Geschäft geführt, kannten das auf und ab der Selbstständigkeit.

00:23:05: Sie wussten dass nicht jeder Monat gleich war – dass es Zeiten von Fülle und Zeiten von Zweifel gab!

00:23:12: Und so war Ihre Botschaft niedrück sondern vertrauen du schaffst das.

00:23:18: Manchmal zeigte sich die Unterstützung in kleinen Gesten.

00:23:22: Eines Abends klingelt es an der Tür ihres Tiny Houses.

00:23:26: Vor der Tür stand niemand, nur eine große Staffelei mit einer kleinen Karte – sagte die Kannste gebrauchen, Mama!

00:23:34: Ein anderes Mal rief eine Freundin an ….

00:23:37: Hey wir haben deine Flyer in der Stadt ausgelegt, wollte nur dass du's weißt.

00:23:41: Diese kleinen Überraschungen rührten sie mehr als jedes große Lob und dann war da ihre Freundin, die ebenfalls selbstständig war.

00:23:49: Einmal die Woche trafen sie sich Manchmal auf einen Spaziergang, mancher mit Laptops und einer Flasche war in einem Küchentisch.

00:23:56: Sie redeten über Kundentermine, über Preise – über den ganzen Wahnsinn drum herum!

00:24:02: Und immer wenn Anna-Lena nach Hause ging fühlte sie sich ein Stück leichter.

00:24:06: Es war als hätte sie eine Verbündete im selben Boot.

00:24:10: Natürlich gab es auch die anderen Die fragten wann sie sich endlich einen richtigen Job holen würde oder warum sie nicht längst in ein größeres Haus gezogen war.

00:24:19: Doch mit der Zeit lernte sie, dass es darauf ankam diese Stimmen nicht zu hören.

00:24:25: Wichtiger war es die richtigen Menschen um sich zusammen – die, die Sie stärkten statt zweifeln!

00:24:32: Und vielleicht war das eines Ihrer größten Geschenke?

00:24:34: Wenn Sie verstanden wie vieles ausmachte wer an Deinem Tisch setzt wenn Du über Deine Träume sprichst.

00:24:42: Manche ziehen Dich runter andere heben Dich hoch.

00:24:46: und genau dieses Stimmen waren es, die sie weitergehen ließen Schritt für Schritt, trotz aller Zweifel.

00:24:54: Kapitel sieben Aufbruch.

00:24:58: Corona hatte ihr die Kamera in die Hand gelegt.

00:25:01: Der Business-Course gab er den letzten Schubs.

00:25:04: Es war eigentlich eine Entscheidung aus Panika raus Denn eines wusste sie mit absoluter Sicherheit Sie konnte sich nicht vorstellen In einen normalen Büroalltag zu landen.

00:25:14: Jeden Morgen ins Auto steigen, ins Büro fahren starre Abläufe dieselben Routinen Tag für Tag.

00:25:21: Für eine kreative Seele wie sie fühlte sich dieser Gedanke einengend an.

00:25:25: Fast so als würde jemand die Luft aus dem Raum saugen, also meldete sie sich an.

00:25:31: Wenn ich es jetzt nicht mache, mache ich das nie, dachte sie, als ihr auf bestätigen klickte von null auf hundert ohne Sicherheitsnetz.

00:25:38: Wird sich drehte sich alles!

00:25:40: Sie lernte, wie man einen Business aufbaute, Preise kalkulierte und eine Positionierung findet – zum ersten Mal Ihr Traum mit Struktur.

00:25:50: Ihr kleines Studio in Frankfurt, elf Quadratmeter war schon lange zu klein geworden.

00:25:55: Und auch wenn sie es liebte, war's irgendwie mehr ein Kompromiss als ein Raum – also wagte sie den nächsten großen Schritt!

00:26:05: Sie packte ihre Sachen, ließ Frankfurt hinter sich und zog zurück in die Norden näher an ihrer Heimat, dorthin wo alles einmal begonnen hatte.

00:26:14: Ein neuer Anfang diesmal mit Mehrplatz, mehr Klarheit, mehr Mut….

00:26:19: Ihr neues Studio war riesig im Vergleich, hundert Quadratmeter.

00:26:23: Endlich Raum für Ideen und große Projekte, für Ausstellungen.

00:26:27: Sie konnte dort arbeiten, experimentieren Menschen einladen Und vor allem ihre Kunst so zeigen wie sie sie immer am Kopf gehabt hatte.

00:26:37: Doch genauso wichtig Wie dieses Wachsen war auch nach außen die Klarheit Und sie merkte nicht jede Richtung passte zu ihr Hochzeiten?

00:26:48: Nein Die Wochenenden wollte sie für sich behalten.

00:26:51: Make-up für Breute ebenfalls nein, stattdessen Fotografie und Bodypainting aber so dass es sich stimmig anfühlte.

00:27:01: Es war mutig alte Wege loszulassen Aber genau darin bestand schon immer ihre Stärke den Wandel zuzulassen Entscheidungen zu treffen die sie ihrem Traum näher brachten.

00:27:12: Nach den langen Corona Monaten in denen fast alles online stattfahrend wuchs sind ihr das Bedürfnis wieder rauszugehen raus aus der digitalen Welt und rein ins echte Leben.

00:27:24: Sie hatte das Gefühl, dass die klassischen Marketingwege für sie gar nicht so richtig passten – Anzeigen, Algorithmen, Reichweitenlogik – all das fühlte sich zu distanziert an, so fremd!

00:27:36: Und so traf sie eine Entscheidung, wie weder so vieles verändern würde….

00:27:41: Ein Jahr Real Life.

00:27:43: Sie würde jede Veranstaltung mitnehmen, die irgendwie zu ihr passte.

00:27:47: Kunstmärkte, kleine größere Events, Festivals ganz weit raus aus der Komfortzone und rein ins Gespräch.

00:27:55: Mit ihren Farbenbildern und Geschichten im Gepäck kein Verstecken, kein Filtern einfach Präsenz, Nähe, Begegnung wenn sie wollte zeigen das Kunst immer dann am stärksten ist weil man sie erlebt.

00:28:08: natürlich war es nicht immer leicht gerade weil sie selbst nicht die lauteste ist Aber Freundinnen und Benni sprangen ein, kamen mitsprachen Menschen an.

00:28:18: Zogen sie an den Stand während sie malte oder fotografierte Und dieses Jahr veränderte alles.

00:28:25: Die Nähe zu ihren KundInnen wurde größer Preisdiskussionen verschwanden und die Aufträge wurden ebenfalls größer Weil Vertrauen wächst wenn man sich wirklich begegnet.

00:28:37: Von außen sah es für viele nach Freiheit aus.

00:28:40: Sie konnte schließlich selbst bestimmen wie sie arbeitete.

00:28:43: Doch Freiheit bedeutete nicht weniger Arbeit, im Gegenteil.

00:28:47: Sie stand oft schon morgens um sechs Uhr im Studio, um ein Shooting vorzubereiten, Farben zu mischen und Lichter zu richten.

00:28:55: Und wenn andere abends Netflix einschalteten, sah sie mit müden Augen am Rechner und bearbeitete Bilder.

00:29:02: Freiheit bedeutet nicht weniger zu tun – es bedeutet nur Arbeit die sich richtig anführt!

00:29:10: Manchmal, wenn sie spätabend zum Studio das Licht ausschaltet… Lachte sie zurück an den Anfang, an den Pinseln in ihrer Hand und das Zittern.

00:29:19: Und all die Schritte, die dazwischen lagen – und Sie wusste – jeder davon auch die schweren hatte sie genau hierher geführt.

00:29:28: Kapitel VIII Rückblick.

00:29:31: Manchmal denkt sie zurück am dieses Mädchen, siebzehn Jahre alt mit einem Theatertrubel, mit einem Pinsel in der Hand, den sie unsicher anstarrt.

00:29:41: Sie sieht sie förmlich vor sich!

00:29:44: Die Luft voller Geschichten, das Stimmengewirr der Probe, die Schauspielerin, die ungeduldig wartet und mittendrin dieses Junge ich.

00:29:51: Das nicht weiß ob es das wirklich kann.

00:29:55: Heute würde sie am liebsten sich neben Sie stellen.

00:29:57: Ihr die Hand auf die Schulter legen, die Nervosität spüren und ihr etwas ins Ohr flüstern.

00:30:03: Hab keine Angst!

00:30:04: Wenn Weg wird nicht gerade verlaufen.

00:30:07: Du wirst Menschen treffen, die deine Kunst nicht verstehen.

00:30:10: Menschen werden dir sagen dass es nichts ist.

00:30:13: Andere werden dich fragen, wann du dir endlich den richtigen Job suchst.

00:30:16: und ja das wird weh tun.

00:30:18: Sehr sogar!

00:30:20: Aber es wird auch andere geben Menschen die dich sehen wie deine Farben verstehen dein Funkeln.

00:30:26: Halte dich an sie.

00:30:28: Lass die falschen Stimmen ziehen.

00:30:30: Du musst nicht für alle leuchten nur für die die deinen Licht erkennen.

00:30:35: Während sie das denkt macht ihr Blick noch eine weitere Reise zu all den jüngeren Versionen von sich selbst.

00:30:42: dass das kleine Mädchen das Tierärztin werden wollte, nicht weil es ihr Herzenswunsch war sondern weil es so vernünftig klang.

00:30:50: Dann das Kind, das überlegte Kindergärtnerin zu werden – schließlich konnte man da den ganzen Tag malen!

00:30:58: Dann ist da die Abiturientin, die voller Überzeugung sagt ich werde Künstlerin und die Studentin die weint nach Hause vor als ihre Mappe an der Kunsthochschule zerrissen wurde überzeugt, dass sie gescheitert.

00:31:12: Da ist auch die junge Frau kurz vor ihrem Abschluss in Kunstgeschichte, wie plötzlich das Angebot bekam von der Hamburger Kunsthochschule abgeworben zu werden.

00:31:21: Ein bitter süßer Moment!

00:31:23: Erst Ablehnung dann Anerkennung und doch blieb die Unsicherheit.

00:31:28: Und schließlich steht er die Analena von heute – die Künstlerin, die Fotografin… Die Frau, die nicht nur angestellt Kunst macht, wie sie es sich nach dem Abbey erträumt hatte sondern die frei arbeitet größer, vielfältiger selbstbestimmter als sie es sich je hätte vorstellen können.

00:31:47: Sie weiß heute Zweifel verschwinden nicht aber sie bestimmen nicht.

00:31:52: Wachstum heißt nicht irgendwann fertig zu sein.

00:31:56: Es heißt weiterzugehen auch wenn der nächste Schritt unsicher ist.

00:32:00: Es heißt zurückzuschauen und zu erkennen Schau was du schon alles geschafft hast.

00:32:05: Und so lächelt Anna-Lena Wenn sie an die Unsicherheiten von damals denkt.

00:32:10: Der Pinsel war schwer in ihrer Hand Doch er war der Anfang, ein Strich auf Haut und damit die ersten Schritte auf einem Weg, der viel größer werden sollte als sie es sich je vorgestellt hatte.

00:32:24: Vielleicht ist das am Ende das was Sie Ihrer jüngeren Version am liebsten sagen würde – bleibt mutig, mach weiter!

00:32:31: Und vergiss nie alles was Du erschaffst ist ein Stück von Dir egal ob auf Haut, auf Papier oder durch die Linse.

00:32:39: Das ist Deine Stachelee Art.

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